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STOPP - Plastik kann und sollte vermieden werden

Lara Coutinho - Lifestyle
Foto: shutterstock.com / 645210340

Mit diesen 10 Tipps kannst du ganz leicht Plastikmüll vermeiden und unsere Umwelt schützen

Seit Australien beschäftige ich mich immer wieder mit dem Thema „Plastik", besser gesagt mit der "Plastikvermeidung".

Kaum geht man in den Supermarkt, schon wird man von kiloweise Plastik überhäuft. In Australien war ich ganz begeistert von den sogenannten „Unverpackt“ - Läden wie zum Beispiel "The Source Bulk Foods".

Auch schon während meiner Schulzeit habe ich mich mit dem Thema sehr beschäftigt und unter anderem für mein Englischkolloquium viel über das „Ocean Clean Up"-Projekt von Boyan Slat gelernt.
Das ist ein Projekt von einem erst 22-jährigen Niederländer, der die Meere von all dem Plastikmüll befreien will.

Ein Satz aus einem Video, welches wir angeguckt haben, bleibt mir immer noch in Erinnerung:
"Einst gab es die Steinzeit, dann die Bronzezeit, und heute befinden wir uns mitten in der Plastikzeit."

Jeder Einzelne kann den Umweltschutz unterstützen

Klimawandel und Umweltverschmutzung fangen nämlich bei jedem Einzelnen an und genauso kann jeder und jede Einzelne etwas daran ändern.

Die Idee, die Weltmeere zu säubern, kam ihm bereits mit 16, als er im Urlaub beim Tauchen "mehr Plastiktüten als Fische" sah. Das Projekt "Ocean Cleanup" will bereits ab 2018 Plastikmüll aus dem Pazifik fischen und wird so vermutlich früher als geplant starten. Er will kilometerlange, schwimmende Röhren im Meer auslegen, von denen eine Art Sieb ins Wasser hängt.

Kritik gibt es viel...denn die Ziele sind hoch: Innerhalb von fünf Jahren sollen 50 Prozent des Mülls aufgeräumt werden!

Von einer kranken Umwelt sind sowohl Menschen als auch Tiere betroffen

Die giftigen Chemikalien im Meer führen zum Aussterben von Meerestieren oder zu hormonellen Störungen, die wiederum uns Menschen betreffen.

Aber so wie Klimawandel und Umweltverschmutzung bei jedem Einzelnen anfangen, kann genauso jeder und jede Einzelne etwas daran ändern. Ganz nach dem Motto „Nicht ärgern, sondern ändern!" habe ich eine kleine Liste mit 10 Tipps für weniger Plastik zusammengestellt:

Plastikvermeidungs-Tipp 1: Mit Rucksack, Korb, Stofftasche einkaufen

Ein dünner „Jutebeutel“ sieht nicht nur viel cooler aus, sonder spart auch jede Menge Platz in der Handtasche oder im Rucksack, ist umweltfreundlicher und man spart sich den Kauf von Plastiktüten im Geschäft.

Sollte man tatsächlich mal eine Plastiktüte kaufen müssen, sollte diese unbedingt wieder verwendet werden! Allgemein gilt: Plastikprodukte, die wir bereits besitzen, sollten wir immer so lange wie möglich verwenden, reparieren und wenn möglich auch upcyceln.

Plastikvermeidungs-Tipp 2: Leitungswasser statt Plastikflaschen

Die schlechte Ökobilanz von Trinkwasser aus Flaschen im Vergleich zu Wasser aus der Leitung ist schockierend: Der Lebensweg einer Plastikflasche Wasser aus dem normalen Supermarkt besteht in der Regel aus vielen Schritten, die alle eine erhebliche Menge Energie verbrauchen. Außerdem landet immer wieder viel zu viel Plastikmüll in den Meeren. Leitungswasser oder ein Sodastream wäre die umweltfreundlichere Variante.

Plastikvermeidungs-Tipp 3: Mehrweg kaufen und auf Einwegverpackungen verzichten

Ob Mehrwegtrinkflaschen oder „Coffee to go“ im eigenen Becher. Spart nicht nur eine Menge Geld und ist wiederbefüllbar, sondern auch umweltfreundlicher! Selbst plastikfreie Rasierhobel aus Metall solltest du unbedingt den Einwegrasierern vorziehen.

Plastikvermeidungs-Tipp 4: Auf Fertiggerichte verzichten und stattdessen selbst kochen

Die meisten Fertiggerichte enthalten sowieso viel zu viele Zusatzstoffe, die meist keiner kennt und deiner Gesundheit schaden können. Und dazu noch verpackt in einer Menge Plastik? Nein, danke!

Plastikvermeidungs-Tipp 5: Müll sammeln und trennen

Wenn wir unseren Müll trennen, können viele Stoffe wieder verwertet werden. Aus alten Zeitungen wird zum Beispiel neues Papier geschaffen oder aus alten Flaschen werden neue Glasflaschen gewonnen. Recyceln hilft enorm, um die Umwelt Stück für Stück zu verbessern.

Also: Recyceln statt wegwerfen

Plastikvermeidungs-Tipp 6: Alternativen zu Frischhaltefolien

Anstelle von Frischhaltefolie sollte man lieber zum Pergamentpapier oder zu Mehrwegbehältern aus Blech, Glas und Keramik greifen. Ich verstaue beispielsweise meinen Reis, Couscous & Co in alten Smoothiegläsern. Sieht nicht nur besser aus als zum Beispiel in Plastikdosen oder Frischhaltefolie/ Alufolie, sondern spart auch eine Menge Müll!

Plastikvermeidungs-Tipp 7: Seife am Stück verwenden anstatt eines Plastik-Seifenspenders

Die Seife am Stück der Plastik-Flüssigseife vorziehen und schon ein Stück für die Umwelt tun. Einfach, oder?

Plastikvermeidungs-Tipp 8: Meide Pflegeprodukte mit Mikroplastik

Leider enthalten noch immer viele Kosmetika kleine Plastikkügelchen, die schlecht aus dem Abwasser gefiltert werden können. Doch auch in Duschgels, Shampoos, Lippenstiften & Co ist oft Plastik in Form von flüssigen Kunststoffen enthalten.

Um das zu vermeiden, muss man leider auf die Inhaltsstoffe gucken: Stehen dort Stoffe wie zum Beispiel „Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder „Polyethylenterephtalat“ (PET) ist auf jeden Fall Mikroplastik enthalten.

Greenpeace bietet außerdem eine Liste zum Check an, du findest sie hier.

Plastikvermeidungs-Tipp 9: Kaufe vermehrt Kleidung aus Baumwolle

Kleidung aus Naturfasern anstatt Kleidung aus Kunstfasern ist ein weiterer Schritt für eine verbesserte Umwelt. Stoffe aus Baumwolle, Wolle, Hanf, (pflanzlicher) Viskose oder Holzfasern (Lyocell, Modal) können bei der Wäsche zwar auch Fasern verlieren, aber diese sind biologisch abbaubar.

Zudem bestehen sie nicht aus Erdöl und sind weniger bedenklich für deine Gesundheit. Wusstest du, dass es mittlerweile sogar Sportkleidung aus Naturfasern gibt?

Plastikvermeidungs-Tipp 10: Nicht ärgern, sondern ändern

Ärgern alleine hilft nichts. Oft ärgere ich mich über den ganzen herumliegenden Müll in Parks oder der Stadt. Aber alleine das ändert nichts!

Man muss aktiv werden! Ändere was! Aufheben und mehr Menschen über Plastikverschmutzung und Tipps mit plastikfreien Alternativen informieren! Sei die Person, die ihre Mitmenschen zu mehr Nachhaltigkeit inspiriert.

Je mehr Leute wissen, was Plastik auf unserem Planeten anrichtet, desto größer sind auch die Chancen, dass sie über ihren Konsum nachdenken und etwas ändern.

Vielen Dank für dein aufmerksames Lesen und deine Unterstützung=)

Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir einen guten Einblick in das Problem mit dem Plastikmüll bieten und du wirst unsere Tipps einsetzen. 

Alles Liebe,

Lara

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