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5 Tibeterübungen - Was steckt dahinter?

Jennifer Valdés - Fitness
Foto: vitmark / shutterstock.com

Der Weg zu mehr Energie in 15 Minuten!

Wahre Wunder werden ihnen nachgesagt. Mutmaßliche, geheime Riten aus den Höhen des Himalayas, die mehr Vitalität und eine wahre Verjüngungskur versprechen. Die sogenannten 5 Tibeter-Übungen sollen den Körper stärken, das Herz öffnen und helfen sich selbst zu entdecken. Und das alles in weniger als 15 Minuten!

Was steckt hinter den fünf Tibetern?

Die 5 Tibeter-Übungen haben einen ungewöhnlichen Ursprung - auch wenn dieser, anders als der Name vermuten lässt, nicht in einem asiatischen Hochgebirge liegt. Sie wurden erstmals 1939 im Buch „Die fünf Tibeter" von Peter Kelder erwähnt. Kelder berichtet von einem pensionierten, britischen Offizier namens Colonel Bradford, der sich auf die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend begab. Seine Reise führte ihn in ein tibetanisches Kloster. Während seines Aufenthalts lernte er spezielle Riten kennen, deren Anwendung ihm zur Verjüngung von Körper und Geist verhalfen: Die 5 Tibeter-Übungen, wie wir sie heute kennen.

Denn inzwischen erregen die 5 Tibeter-Übungen große Aufmerksamkeit. Besonders in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war das Interesse an den Übungen und deren Wirkungen groß. Mittlerweile werden sie täglich von einer wachsenden Zahl an Menschen praktiziert. Den einzelnen Übungen werden von den Anhängern bestimmte körperliche und seelische Effekte zugeschrieben. Ihre Wirkung ist nun auch wissenschaftlich nachgewiesen und umfassend: Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenkewerden trainiert, alle Stoffwechselprozesse angekurbelt, Immunsystem und Hormonausschüttung harmonisiert, die Entgiftung des Körpers wird angeregt und das vegetative Nervensystem stabilisiert. Das Lösen körperlicher Verspannungen hilft zugleich dabei, Emotionen bewusster wahrzunehmen und zu entspannen. Es heißt, die durch die Übung hervorgerufene Selbsterfahrung fördere zudem das Selbstbewusstsein. Voraussetzung ist jedoch, dass die 5 Tibeter-Übungen regelmäßig, am besten täglich, geübt und sauber ausgeführt werden.

Und so funktionieren die 5 Tibeter-Übungen:

Die Übungen dauern insgesamt etwa 15 Minuten. Jede einzelne Übung wird 3 Mal durchgeführt, wobei in jedem Durchlauf 21 Wiederholungen stattfinden. Das heißt: 21 Wiederholungen des ersten Tibeters, 21 Wiederholungen des zweiten Tibeters, usw. und dann wieder von vorne. Zu Beginn genügen je nach Trainingsstand auch 7 Wiederholungen. Man sollte jedoch ehrgeizig sein und sich wöchentlich steigern.

Hier sind alle 5 Tibeterübungen ganz einfach erklärt: 

Erster Tibeter

Füße hüftbreit auseinanderstellen und aufrecht, aber mit leicht gebeugten Knien stehen. Arme auf Schulterhöhe ausstrecken, wobei die Ellenbogen nach außen und die Handflächen nach unten zeigen. Nun im Uhrzeigersinn um die eigene Achse drehen und Umdrehungen zählen. Das Schwindelgefühl wird im Laufe der Zeit nachlassen, wenn die Übung regelmäßig praktiziert wird.

Zweiter Tibeter

Flach auf den Rücken legen und Arme eng anliegend parallel zum Körper positionieren. Kinn zum Brustbein bewegen und beim Einatmen gleichzeitig entweder beide Beine oder ein Bein gestreckt bis in die Senkrechte anheben. Mit der Ausatmung Kopf und Bein langsam wieder senken bis zur flachen Ausgangsposition in Rückenlage. Wird nur ein Bein angehoben, dann nach der Hälfte der Wiederholungen auf das andere Bein wechseln. Es ist wichtig, dass bei der gesamten Übung der Rücken immer flach am Boden liegt. Beim Anheben tief einatmen, beim Ablegen wieder ausatmen.

Dritter Tibeter

Beckenbreit auf dem Boden knien und Oberkörper gerade halten. Hüfte nach vorne schieben, mit der Einatmung Schultern nach hinten kreisen und ins Hohlkreuz gehen, wobei die Arme im Idealfall die Füße berühren. Kopf dabei so weit wie möglich in den Nacken legen. Langsam wieder zurück in die Ausgangsposition gehen.

Vierter Tibeter

Mit aufrechtem Körper und gestreckten Beinen auf den Boden setzen. Hände neben der Hüfte abstützen. Beim Einatmen langsam den Kopf nach hinten sinken lassen, Knie beugen und Gesäß sowie Oberkörper heben. Die Arme bleiben dabei gerade. Ziel ist es, Brustkorb, Hüfte und Knie möglichst in einer waagerechten Linie zu positionieren. Brückenstellung kurz halten, mit der Ausatmung zurück in die Ausgangsposition gehen.

Fünfter Tibeter

In die Bauchlage gehen, Hände wie bei Liegestützen schulterbreit in Brusthöhe neben dem Körper positionieren, Füße hüftbreit ausstrecken. Arme durchstrecken, bewusst ins Hohlkreuz gehen, Kopf langsam in den Nacken legen. Beim Einatmen Becken und Gesäß vom Boden lösen und nach oben gen Himmel bewegen, Beine durchstrecken und darauf achten, dass die Fersen auf dem Boden bleiben. Gleichzeitig das Kinn Richtung Brustbein ziehen und den Rücken möglichst gestreckt halten. Mit der Ausatmung wieder zurück in die Hohlkreuzstellung gehen.

Beachte deine Atmung!

Das Wichtigste bei den 5 Tibeter-Übungen ist der Atemrhythmus. Es muss darauf geachtet werden, dass der Atem ruhig und regelmäßig fließt. Die Bewegungen sollten niemals ins Stocken geraten, sondern fließend praktiziert werden.

Und das waren sie, die sagenumwobenen 5 Tibeterübungen!

Überzeuge dich selbst von ihrer kraftvollen Wirkung und schwing dich noch heute auf deine Yogamatte. Hinterlasse doch ein Kommentar über dein 5 Tibeter-Erlebnis. =)

Viel Spaß!

Eure Jen 

 

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